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Case Study: Wärmewende im unsanierten Altbau

Ausgangssituation:Das betrachtete Projekt ist ein Einfamilienhaus aus den späten 1970er-Jahren. Das Gebäude wurde bislang nicht energetisch saniert und verfügte über eine klassische Ölzentralheizung mit Heizkörpern. Jährlich lag der Energiebedarf bei rund 35.000 kWh – verbunden mit hohen Heizkosten, unsicherer Preisentwicklung und einem großen CO₂-Fußabdruck.
Die Eigentümer wünschten sich eine Lösung, die Kosten spürbar senkt, nachhaltiger arbeitet und dennoch zuverlässig auch im Winter Wärme liefert.

Umsetzung

Das neue Energiekonzept

Statt nur ein einzelnes Heizsystem zu ersetzen, wurde eine komplette Energiezentrale geplant:

  • Austausch der alten Ölzentralheizung durch eine Hybridanlage bestehend aus einer Luft-Wärmepumpe und einem Pellet-Spitzenkessel.
  • Ergänzung mit einer Photovoltaikanlage (17 kWp), die einen Großteil des benötigten Stroms bereitstellt.
  • Installation von zwei Wallboxen für das Elektroauto – voll integriert in das Energiemanagement.
  • Intelligente Regelung: Wärmepumpe arbeitet immer dann, wenn Temperaturen über 4 °C liegen oder ausreichend Solarstrom verfügbar ist. Pelletkessel springt automatisch ein, wenn die Außentemperatur sinkt oder die Wärmepumpe an ihre Grenzen stößt.

Diese intelligente Aufgabenteilung führt dazu, dass die Wärmepumpe immer mit höchster Effizienz läuft und die Pellets nur in den kalten Wintermonaten zum Einsatz kommen.

Ergebnisse und Vorteile

  • 83 % weniger CO₂-Emissionen gegenüber der alten Ölheizung.
  • 57 % weniger Energieverbrauch – die Wärmepumpe nutzt kostenlose Umweltwärme.
  • 54 % geringere Kosten für die Heizenergieversorgung.
  • 64 % der gesamten Wärmeenergie ist kostenlos (Umweltwärme + Solarstrom).
  • Durch die PV-Anlage konnte die Wärmepumpe mit eigenem Strom betrieben werden, was den Eigenverbrauch erheblich steigert.
  • 5.600 € durchschnittliche Einsparung pro Jahr (2021–2024, inkl. Heizung, Strom und Mobilität).
  • Amortisation in unter 10 Jahren (inkl. Förderung).

Besonders eindrucksvoll: Die Gesamtkosten für Heizung, Haushaltsstrom und E-Mobilität betragen heute nur noch 25 % der früheren fossilen Kosten.

Fazit

Dieses Beispiel zeigt, dass die Wärmewende auch im unsanierten Altbau funktioniert. Durch die intelligente Kombination von Wärmepumpe, Photovoltaik, Pelletkessel und Wallboxen wurde ein vollwertiges Energiekonzept geschaffen, das zuverlässig, effizient und zukunftssicher ist.
Die Eigentümer genießen heute niedrige Betriebskosten, maximale Unabhängigkeit von fossilen Energien und einen spürbar kleineren CO₂-Fußabdruck.

Die Energiezentrale beweist: Mit der richtigen Planung lassen sich auch ältere Häuser nachhaltig und wirtschaftlich auf erneuerbare Energien umstellen – ohne Komforteinbußen, aber mit großen Vorteilen für Klima und Geldbeutel.

Projektinformation

Kunde
Volker Hasenberg
Kategorie
Umsetzung
März 2021
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Die Energiezentrale
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